Montag, 2. April 2012

02.04.2012

2. April 2012 - Um was kümmern sich die Menschen hier?

Diesmal möchte ich, meine lieben Mitmenschen, ein Frage aufgreifen, die mir die liebe Dana von meiner Sendeorganisation, dem CGE Erfurt gestellt haben. Was beschäftigt die Menschen hier und was nicht? Was kommt mir da in den Sinn? Wie ist Zypern? Was ist Zypern?

Vielleicht haben sich viele von euch Zypern als einen gebeutelten Staat im Süden Europas umgrenzt von Krisengebieten vorgestellt, nur mäßig wohlhabend, oder gar ein „bisschen arm“. Das kommt daher, das die meisten von uns sich so gut wie nie mit Zypern beschäftigt haben, denn es ist ja weit weg und vielleicht hat man noch gehört, dass es geteilt ist, aber da hört es dann auch schon auf.

Nun gut. Zypern ist ein Land, in dem es, genauso wie in Deutschland auch, alle „Schichten“ gibt. Es gibt die ganz Reichen, die sich sogar ein Haus in Naturschutzgebieten bauen können, obwohl dort nicht mal auch nur an irgendeiner Stelle ein Mülleimer steht. Also die, die sich vielleicht eine 3000 Mann Hochzeit ohne Kredit leisten können. Dann gibt es noch die relativ wohlhabenden, zu erkennen an ihren Autos, den Plätzen, an denen sie leben (Stadtzentrum Nikosia, Strandgebiete) und natürlich daran, wie sie sich kleiden. Dann gibt es noch „die Mittelschicht“ und darunter noch die Geringverdiener, Einwanderer (vornehmlich Philippiner, Rumänen und Asiaten), die oft als Putzkräfte oder Hotelangestellte arbeiten und letztendlich auch jene, die in Armut leben. Erst kürzlich war ein Artikel in der Zeitung, in dem eine rührende Geschichte beschrieben war, wie ein Schuljunge mit einem Klassenkameraden sein Schulbrot sein über zwei Monaten teilte, bis die Lehrerin es merkte und die Geschichte dann irgendwie niedergeschrieben wurde. Die Eltern des einen Achtjährigen konnten für ihren Sohn wohl nicht einmal mehr Schulbrot zubereiten, so wenig Geld hatten sie. Als das sein Freund merkte und über die finanzielle Not aufgeklärt wurde, bat der seine Mutter, sein Schulbrot doch bitte in zwei Hälften zu teilen, weil das große Brot so unhandlich wäre. Und das ging dann eben längere Zeit so und zum Schluss gab es ein Lob von der Lehrerin über diesen Akt der Freundschaft und Nächstenliebe, der doch so ganz würdevoll von Statten ging. Als mir Maria aus der Küche erklärt hat, worum es ging, musste Anna, auch vom Altersheimpersonal, die mir immer sagt, wie lieb sie mich hat, anfangen zu weinen. Das hat mich sehr gerührt, mehr als die Geschichte von dem Jungen, der kein Schulbrot hat, die da so ganz unkommentiert und klein in der Ecke dieser großen Zeitung stand. Zyprioten können sehr viel, viel, genug, oder zu wenig Geld zum Leben haben, das ist wie bei uns auch, aber auch bei ihnen wird die Einkommensschere immer größer. Natürlich ist Zypern keine Weltwirtschaftsmacht, obwohl es einen Versuch wert wäre, ein Halloumi-Monopol einzuführen, aber immerhin haben sie genug Geld um in den Schulen Geld für die armen Griechen zu sammeln, genauer gesagt, für die Kinder in den Schulen, die sich kein Essen mehr leisten können oder direkt für Schulen, weil nicht mehr genug Geld da ist, um die Lehrer zu beschäftigen. Das geht den Zyprioten auch durch den Kopf.

Sie haben denselben Markenwahn (wenn manchmal nicht sogar noch schlimmer) wie viele in Deutschland und sie haben den Autowahn. Meine Griechischlehrerin hat mir erzählt, dass sie eine Zeit lang auf Arbeit, zum Gymnasium, mit dem Fahrrad gefahren ist, weil der Weg nicht so weit und die Kosten wesentlich geringer waren. In Griechenland soll das durchaus üblich sein, wie in Deutschland. Aber von ihren zypriotischen Kollegen oder Freunden wird sie wohl belächelt, weil auf Zypern meist nur Einwanderer, alte Leute, Jugendliche ohne Führerschein und Menschen vom unteren Rand der Mittelschicht mit Bus oder Fahrrad fahren. Daher auch die großen Umweltbelastungen durch Autoabgase.

In meinem Dorf wurde letzte Woche Geld gesammelt für einen Jungen von hier, die an einer schweren Herzerkrankung leidet und in Athen behandelt werden muss, weil er sonst stirbt. Seine Mutter aber, die alleinerziehend ist, kann diese Kosten nicht aufbringen, und so sind im ganzen Dorf Aktionszettel rumgegangen und Geld wurde gesammelt und jetzt hoffen natürlich alle auf gute Nachrichten.

Was die Zyprioten eher weniger interessiert ist zum Beispiel ihr Müllproblem. Vielleicht habe ich schon geschrieben, dass es hier auf Zypern noch zwei große Mülldeponien gibt, die von der EU als gesundheitsgefährdend eingestuft wurden und deren Beseitigung, unter Drohung mit dem EU-Gerichtshof, gefordert wird. Mülltrennung ist den Menschen hier fremd und Recyceln auch. Plastikflaschen und Metalldosen ohne Ende, die Plastikbecher für die Wasserspender, die bei uns normalerweise in Drogeriemärkten oder bei Karstadt oder so stehen, werden auch in rohen Massen verbraucht, in meinem Altersheim zum Beispiel pro Tag geschätzte 100 Stück, das macht in der Woche 700 und im Monat dann ungefähr 2100??? Ich weiß, dass solche Rechnereien doof sind, aber anstatt einfach die Gläser stehen zulassen und nachzufüllen und sie dann von den doofen EVS-Volontären abspülen zu lassen, produziert man lieber eine anständige Menge Müll. Plastikbecher sind hier das GANZ große Rennen.

Am 25. März hatten wir hier mal wieder eine Parade mit militärischem Schritt und Trommeln, da an diesem Datum im Jahr 1821 die griechische Revolution begann.


Aus diesem Anlass schwingt man hier mal wieder Fähnchen. Diesen Samstag gab es abends einen Fackelumzug, auch mit Trommeln und danach haben gab es in den Bergen kleine Feuer. Das Ganze soll an den Beginn der Revolution gegen die britische Kolonialmacht am 1. April 1955 erinnern, der von der „nationalen Organisation zypriotischer Kämpfer“ (EOKA) angeführt wurde.

Dieses Wochenende hatten wir auch ein Vortreffen mit den Gruppenleitern für unseren nächsten Jugendaustausch vom 20. bis zum 30. April. Wir haben mit ihnen das Tagesprogramm, die Reisekostenrückerstattung und grundsätzliche Dinge besprochen. Am Abend waren dann auch noch, außer einem, alle EVS Freiwilligen aus Zypern in Agros und alle haben an dem Fackelumzug teilgenommen und hinterher gab es dann bei den Feuern auch noch eine Party, natürlich mit Souvlaki. Bei den Besprechungen wurde mir dann nochmal klar, dass das schon eine große Verantwortung für mich sein wird, ungefähr 50 Leuten jeden Tag zu sagen, was wir jetzt machen, dass sie zu der und der Zeit da und dort sein müssen, vor allem wenn man bedenkt, dass der Großteil von ihnen älter und wahrscheinlich auch erfahrener sein wird als ich. Aber wenn auch nur die Hälfte der Teilnehmer so engagiert ist wie die Gruppenleiter, dann wird da sicherlich eine schöne Sache draus.


Im Griechischunterricht sind wir jetzt gottseidank endlich bei den Vergangenheitsformen angelangt, das wurde auch langsam mal Zeit. Ich muss sagen, dass es mir immer noch schwerfällt die Gespräche der Leute zu verstehen, weil der zypriotische Dialekt doch relativ schwer ist, wenn man eigentlich „reines“ Griechisch lernt. Für vieles haben sie hier andere Wörter als im normalen Griechischen, zum Beispiel für „nimm!“. Auf Griechisch heißt es „Pare!“ und im zypriotischen „Piaste!“. Das ist ungefähr so, wie wenn wir „Broiler“ und „Brathähnchen“ meinen. Deswegen ist es auch schwer für die Griechen, die hierherkommen, die verstehen manchmal auch so gut wie gar nichts, wenn die Leute hier superschnell in ihrem Dialekt daherreden.

Demnächst kann man mich dann wieder mal in Deutschland sehen, denn am Donnerstag fliege ich von Larnaka nach Leipzig um zu Ostern Urlaub in Erfurt zu machen und ich freue mich schon total, alle wiederzusehen. =) Und das besonders Coole daran ist, dass ich Doppelostern haben werde, einmal in Schland und einmal auf Zypern, weil das orthodoxe Ostern vom 13. April bis zum 15. Gefeiert wird und ich komme natürlich pünktlich zum 12. April nach Zypern zurück. Also richtig clever. Und dann kann ich auch schon einiges von meinen Wintersachen wieder mit nachhause nehmen und deutsche Spezialitäten mit nach Zypern nehmen (Knusperflocken finden überall großen Anklang, Käse oder zum Beispiel Rotwurst und Milkaschokolade, Knackwurst, Kochkäse, Baumkuchen, Waldmeistergetränke und so weiter…).

Abgesehen davon: Der schöne schöne Frühling kommt. Es duftet nach Blümchen und warmem Regen und bald wird alles weiß, zartrosa, pink und gelb und grün sein.


Bis bald

Eure Elisa

Dienstag, 13. März 2012

02.-12.03.2012

02. – 12. März 2012 – Schokotorte und Dust in the Wind

Am Samstag war ich bei der Geburtstagsparty eines unserer Volontäre in Limassol. Das war eine lustige Angelegenheit. Wir haben gegrillt, es war nämlich 1a Frühlingswetter, lauter lecker Zeug gegessen, es gab sogar original Sangria (weil Volontär spanisch) und einen Spielplatz belagert. Später am Abend haben wir dann noch eine Gruppenmassage in der Reihe gemacht, weil irgendwer sich über Rückenschmerzen beklagt hat, ich habe den EVS-Freiwilligen den Eye-of-the-Tiger-Tanz aus Rumänien beigebracht, und als es an die Zeit kam, die Schokotorte anzuschneiden, entschloss sich unser Geburtstagskind, dass es doch viel lustiger wäre, sich den Kucheh gegenseitig ins Gesicht zu schmieren. Zugegebenermaßen war es das auch. Und klebrig.

Ansonsten kann man den Frühling schon riechen. Die Mandelbäume fangen zu blühen, an meinem Fenster kondensiert nachts das Wasser nicht mehr und ich muss keine Strickjacke mehr zum Schlafen anziehen.

Jetzt ist es ja schon die Vorosterzeit, das heißt, dass die Orthodoxen schon wieder fasten, diesmal 40 Tage vor Ostern. Im Kindergarten haben wir dazu eine traditionelle Figur gebastelt, der man in jeder der sieben Wochen vor Ostern einen Fuß abschneidet.

Außerdem ist die Fastenzeit auch Chalwa-Zeit, diese klebrige Süßigkeit mit Mandeln und Pistazien und Honig, nicht so ganz mein Fall, aber es gibt auch einen extraordinären Kuchen, den ich mehr zu schätzen weiß. Die Zyprioten wissen eben wie man das macht, wenn schon keine Milch und kein Käse und kein Fleisch, dann wenigstens Chalwa. Am Tag, an dem das Fasten vor Ostern beginnt, gibt es hier außerdem traditionell überall ein großes Fleischgelage, jeder Beamte, jeder Postangestellte und natürlich auch jede Familie veranstaltet ein Souvlaki-Grillen. Wobei viele von ihnen das Fleischessen vor Ostern ohnehin fortsetzen. Desweiteren kann man von nun an in unserer Schwimmhalle das russische Nationalschwimmteam für die Special Olympics beim Trainieren beobachten, wirklich wie die Fischlein.

Dieses Wochenende (09. bis 11. März) war ich in Nikosia. Am Freitag hat mich Vasilis in die Stadt gefahren, wo mich Nina (deutsche Freiwillige dort) abgeholt hat und dann hat sie mir ihren Arbeitsplatz gezeigt, ein schönes altes, aber restauriertes Gebäude, sowas wie ein Kulturverein komplett in Ikea. Am Abend fand dort das Treffen der allfreitaglichen Tanzgruppe statt, die die traditionellen zypriotischen Tänze üben, dabei durfte ich dann auch mit machen. Ich glaube, ich habe ja schon erzählt, dass die zypriotischen Tänze nicht so einfach sind, was hauptsächlich am wechselnden Rhythmus liegt. Aber das dort hat meine Vorstellungen noch übertroffen, ich hätte nie gedacht, dass langsame Tänze derart schwierig sein können! Es hat Spaß gemacht, aber von all den Menschen dort, war ich bestimmt der größte Trampel. :D Bei Nina zuhause (sie wohnt mit Natacha aus Portugal und Anca aus Rumänien zusammen) haben wir dann Indisch gekocht und Eierlikörkuchen für den nächsten Tag gebacken. Da nämlich haben wir an einem Workshop teilgenommen, der sich Word Career nennt. Veranstaltet wurde er von unserem Torten-Geburtstagskind Armando. Der Hauptinhalt des Kurses war eine Straßenaktion, bei der man an einem gutbesuchten öffentlichen Platz eine mehr oder weniger provokative oder interessante aktuelle Frage gut sichtlich aufhängt, in unserem Fall „Was ist eine Frau?“ (siehe Frauentag). Man beginnt mit der Postervorbereitung erst auf dem öffentlichen Platz, um Aufmerksamkeit zu erregen, und tatsächlich sind da schon einige Leute stehen geblieben. Dann hängt man die Frageposter auf und macht etwas kleinere Poster, auf die man seine eigene Antwort schreibt, zum Beispiel „Eine Frau ist ein menschliches Wesen mit Reproduktionsfunktion und Gehirn.“ Was sinnvolles oder was lustiges, eben die eigene Ansicht, die eigene Antwort. Wenn man das gemacht hat, hängt man auch diese Poster auf. Da die Plakate bunt sind, und alle nah beieinander hängen erregen sie Aufmerksam keit, das hat auch bei uns gut funktioniert. Die ersten Leute sind näher gekommen und sich die Poster angeschaut. Dabei bilden sich „Zonen“. Die Leute,die nur vorbeigehen und sich das ganze nicht mal anschauen. Die Leute, die etwas näher dran stehen und noch nicht wissen was das soll, ob man da was bezahlen muss und noch etwas unsicher sind. Und dann gibt es noch die, die ganz nah an den Postern dranstehen und die Poster lesen. Diese letzten beiden Gruppen kann man nach einiger Zeit und wachsender Sicherheit befragen, das heißt einzelne Personen. Normalerweise fragte ich die Leute, was sie denn denken was eine Frau ist und dann haben sie mir eben geantwortet. Durch Fragen an Detailstellen, die ungewöhnlich erscheinen und nachhakenswert sind, kann man dann entdeckende Fragen stellen, die aber nicht in ein sokratisches Gespräch münden sollen. Es geht bei diesen Aktionen nicht darum, die Leute von etwas zu überzeugen, sondern auf eine Frage Antworten zu bekommen von Leuten. Man gibt ihnen eine Möglichkeit ihren Gedanken Ausdruck zu verleihen, möglicherweise über etwas, über das sie vorher noch gar nicht so viel nachgedacht haben. Man fragt also die Leute nach ihrer Antwort, fragt sie nach Vornamen und Alter, und ob man ihre Antwort an die Plakatwand schreiben darf. Und alle, die wir befrag haben hatten nichts dagegen. Nach einer Stunde hatten wir zusätzlich zu unseren Antworten noch 20 andere. Das war für uns als Gruppe schon ein kleiner Erfolg, dafür dass wir das das erste Mal in Zypern gemacht haben, und außer für Armando generell für alle das erste Mal. Wir hätten nie damit gerechnet, dass sie viele Menschen sich dafür interessieren. In zwei Wochen, wollen wir das Ganze mit einer etwas schwierigeren Frage wiederholen, und die Schreibaktion zeitlich etwas ausdehnen, unser „entdeckendes Fragen“ ein bisschen verbessern. In Erfurt will ich das dann auch mal ausprobieren.

Außerdem war der Tag an sich schon genial, es waren etwa 20° in der Sonne und zwar gab es Sonne satt. Nina und ich haben uns wären der Mittagspause im Workshop gebräunt.^^ Im Gegensatz dazu haben sich die ganzen Südländer in den Schatten gesetzt und Wetten darauf abgeschlossen, dass Nina und ich uns in die Sonne setzen. Wir hatten auch ein ganz tolles Mittagsbuffet, zu dem jeder was mitgebracht hat. Also alles in allem ein sehr gelungener Tag. Am nächsten Tag sind wir dann mit Natacha nach Geri gefahren, das ist ein Dorf in der Nähe von Nikosia. Dort haben wir einen Künstler besucht, den Natacha in ihrer Dokumentation über Generationen und ihre Geschichten in Zypern zeigen will. Er beschäftigt sich mit der Geschichte Zyperns und hat die Front seines Hauses vollgestellt mit einfachen bunten Gegenständen, Skulpturen, Schildern, was zusammen ein einzigartiges, farbenreiches mit Jahreszahlen und Ereignissen gespicktes Abbild der Geschichte des Landes ergibt. Dort mussten wir auch Kuchen essen und Kaffeetrinken.

Zivania mussten wir auch trinken, und zwar im Museum des Dorfes, das soweit ich das beurteilen kann, eines der interessanteren Museen in Zypern ist. Es ist ein sehr altes Haus mit vielleicht 3 Meter hohen Decken und tradtionellen Möbeln, Dekorations- und Alltagsgegenständen, Schuhen, Tellern, Kleidern, Handwerksgeräten, Hochzeitsschmuck, Nummernschildern, Möbeln usw. Das schöne ist, dass alles sehr liebevoll und mit Sammelleidenschaft zusammengetragen ist und es viele Geschichten zum Haus zu hören gibt. Es gab auch medizinische Gegenstände zu sehen unter anderem von Jena Glass. Überall findet man das. :D Sehr schön fand ich die wächsernen Brautdiademe, deren Größe den Wohlstand der Familie zeigten. Und endlich konnte ich auch mal sehen, wie diese gruseligen Wachspuppen aus den Kirchen hergestellt werden. Hinterher, wi e könnte es auch anders sein, wurden wir zum Mittagessen bei der Familie des Künstlers eingeladen. Danach sind wir dann nach Hause gefahren und ich mit dem Bus zurück nach Agros.

Desweiteren dürfen wir gerade ein Wetterphänomen beobachten, dass sich auf Griechisch „skóni“ nennt – Sandwinde aus der Sahara finden ihren Weg nach Zypern, deswegen sieht es jetzt immer ein bisschen trüb bis neblig aus, manchmal soll es sogar richtige Sandstürme geben.

Soviel dazu! Gute Nacht!

Elisa

22. bis 29.02.2012

22. – 29. Februar 2012 – Lovely Romania

Am zweiten Tag sind wir alle am Morgen in eines der Gymnasien Galatis gegangen, wo wir unser Projekt vorgestellt haben und den anwesenden Schülern ein bisschen was über die vielfältigen Möglichkeiten erzählt haben, an Youth in Action –Programmen teilzunehmen oder sie zu organisieren. Am Abend haben die Rumänen ihr Land vorgestellt inklusive alkoholischer Getränke und einiger Schokolade, -Käse und Wurstsorten. Im Nachhinein kann ich sagen, dass das rumänische Bier, das es praktischerweise auch in Drei-Liter-Flaschen zu kaufen gibt, mir viel besser schmeckt als das zypriotische oder auch das deutsche. Es schmeckt so gut, dass ich dieses Wochenende im Bus zehn Minuten lang überlegt habe, ob ich zwei offenrüchige rumänische Alkoholiker darauf anspreche, ob wo sie dieses Bier in ihren Tüten gekauft haben. Um zurück zur eigentlichen Geschichte zu kommen – wir haben Tänzchen gelernt, dieses Mal habe ich nämlich bei jedem einzelnen Tanz gleich mitgemacht und es war suuuper! =)

Am 23.02. hat man uns örtliche Umweltorganisationen vorgestellt, was nicht ganz so spannend war, so dass wir uns die Zeit damit vertrieben haben, darüber nachzudenken, ob die Hochglanzbroschüren dieser Orgas wohl umweltfreundlich sind. Wie auch immer, klar wurde, dass der Müll das wohl größte Problem in Galati ist, Mülltrennung ist eher ein neuer Trend und viele giftige Stoffe werden aus Fabriken direkt in die Donau geleitet. Mithilfe von EU Geldern wurden die Müllhalden schon modernisiert, um den Untergrund zu schützen und es gibt Müllpress- und Sortierungsanlagen. Haha. deutsche Wörter, was ein Spaß. Müllpressanlage. Haha. Um das Thema zu komplettieren, haben wir uns am Abend gegenseitig über die Umweltlage in unseren Homecountries aufgeklärt mit der Übereinstimmung Müll. Zypern und Griechenland haben dieses Jahr sogar schon eine Verwarnung gekriegt wegen ihren umweltschädlichen Müllhalden und können im Fall des Falles verklagt werden vom EU-Gerichtshof, wenn sie die übrigen Müllhalden nicht beseitigen. Außerdem haben wir noch mittels Brainstorming (wo ich auch eine Gruppe geleitet habe und bei der Auswertung beteiligt war) versucht herauszufinden, was wir am 27.02. bei unserer Straßenaktion machen wollen. Am Abend wieder Partei! Es gestehen lustige Dinge hier: Menschen rennen mit dem Megaphon rum und wecken andere schlafende Menschen auf, stecken ihnen ihre Plüschschweinchen ins Gesicht und machen Fotos davon, schmeißen Rauchbömbchen, Leute, die unnötigerweise durch Fenster klettern, man tanzt wie in der russischen Walddisko, die es übrigens wirklich gibt. Einfach mal im Internet nach forest, russian und raver suchen.

Am nächsten Tag haben wir unser Werbevideo geplant, dass Umweltbewusstsein fördern sollte. Weil wir genug dilettantische Versuche gesehen hatten und uns was professionelleres nicht zugetraut haben, entschieden wir uns für etwas, das die Polen vorgeschlagen haben. Einen Lip-Dub (Lippen-Synchronisation) zu einem eingängigen Song, zu dem wir ein Video machen, dass unsere Nationalitäten repräsentiert und vielleicht im Internet ein bisschen Aufmerksamkeit anzieht. Wir entschieden uns für den Song „Eye oft he tiger“, der zum Ohrwurm des Austausches wurde. Danach haben wir noch über die Idee für die Straßenaktion entschieden, ganz europäisch mega demokratisch. Auch da habe ich als Leiter mitgewirkt, bin schon ein bisschen stolz auf mich, das merkt man vielleicht. Haha^^

Wir erwählten uns, einen Tanz zu kreieren mit Teeausschank, umweltunfreundlichen Flyern und Plakaten in Rumänisch und Englisch und mit Live-Gesang zu Eye of the Tiger. Am Abend waren auch noch zwei von unseren Teilnehmern, ein Italiener (Walter sein Name, bitte was???) und Didem, eine Türkin im Lokalfernsehen zu bestaunen, wie sie etwas über unser Projekt erzählt haben. Später sind wir dann noch in einen Club gegangen, wo es freien Eintritt gab, coole Musik und viel Platz zum Dänzen, das war super dort. Was mir von den anderen kukturellen Abenden noch in Erinnerung geblieben ist: Eine äußerst lehrreiche Italienischstunde in Sachen Gestik und Zungenbrecher. Dank dieser Unterrichteinheit kann ich jetzt ohne Worte wiedergeben, dass ich hungrig bin, dass das Essen lecker war, dass jemand homosexuell ist, dass etwas „unter dem Tisch“ abgewickelt wird, dass etwas „sooooo lange“ her ist, dass jemand verrückt ist, dass ich jemandem das Hinterteil aufreißen werde und so weiter. Eben alles, was wichtig ist. Außerdem haben wir den offiziellen polnischen Hochzeitstanz gelernt, wobei ich mit einem von den Polen die erste in der Reihe war, sehr aufregend.

Von den Bulgaren haben wir rot-weiße Glücksarmbänder bekommen, die man tragen muss, bis sie abfallen. Die Türken haben uns auch einen Hochzeitstanz gezeigt, der richtig Spaß macht. Wir haben den anderen ein traditionelles zypriotisches Lied beigebracht „Tessera tsiai tessera“, das kam ziemlich gut an.

Am 25. Haben wir erst 12 Uhr angefangen und angefangen, unseren Lip Dub zu drehen, wir haben nur 5 oder 6 Aufnahmen gebraucht, dann war es im Kasten. Und 5 Stunden später war das Video auch schon fertig bearbeitet. Meine Gruppe und ich haben Zypern mit Flagge, traditionellem Tanz und traditioneller Hochzeit präsentiert, Griechenland sich mit einem wahrhaftig göttlichen Gott – was haben wir gelacht – Italien mit Romanzen und einem „La Pimpa“^^.


Rumänien natürlich mit einem Vampir. Wenn ich das Video runterladen kann, stelle ich es gleich ins Internet. Abends haben wir uns dann noch für die Straßenaktion vorbereitet, ich habe mit Tanya, einer Türkin, die Choreografie ausgearbeitet, die wir vorführen wollten, schön energetisch mit Boxen und auf die Knie klatschen und so. Davon hatte ich noch, dank meines Enthusiasmus 3 Tage lang blaue Flecken. Die anderen haben Slogans entwickelt, den Tanz gelernt und Blödsinn gemacht. Nachts waren wir dann in einem Irish Pub, wo die Musik zu laut war und eine von unseren kleinen zartne Italienerinnen in bewundernswerten 30 Sekunden 0,3 Liter Bier in ihren zarten Körper geschüttet hat, und ich dachte schon, dass ihre Händchen das Glas nicht halten können.

Am Öko-Tag, dem 27.02. haben wir uns am Morgen in zwei Gruppen gespalten. Mindestens zwei Leute von jeder Gruppe gingen zu einer Konferenz über Galatis Umweltsituation mit dem Vizebürgermeister und anderen Persönlichkeiten. Eigentlich sollten viele Menschen da sein und ein bisschen Presse, aber leider kam keiner außer unseren Teilnehmern. Währenddessen haben die anderen die Straßenaktion vorbereitet, ich habe die Slogan-Poster-Malerei geleitet und als alle wieder da waren, haben wir alle zusammen den Tanz geübt, inklusive unserer mit Schaufeln ausgerüsteten Männerschaft, die einen extra-männlichen Tanz bekommen hatten. Das war schon alles ziemlich cool. Als wir mit üben fertig waren, sind wir dann zum Austragungsort gegangen, einer zentralen Einkaufspassage und haben dort unsere Poster gezeigt, den Tanz vollführt, tee ausgeschenkt und Flyer verteilt. Und wir haben den Tanz sogar ein paar anderen Mädchen von dem Gymnasium beigebracht und ein paar ernsthaftere Gespräche geführt. Insgesamt haben wir mehr Aufmerksamkeit bekommen als gedacht, sogar einen eigenen Artikel in der Zeitung haben wir bekommen.

Um es zusammenzufassen, kann ich sagen, dass ich eine große große Menge an beeindruckenden, inspirierenden Menschen getroffen habe, von denen ich jetzt glücklicherweise einige zu meinen Freunden zählen darf (das ist das allerallerwichtigste) und da es allen anderen genauso geht, wissen wir eben auch alle nicht, wohin jetzt zuerst reisen sollen. Italien, oder Polen, oder Istanbul? Ich hatte ganz unglaublich viel Spaß.

Ich hatte jede Nacht nur vier Stunden Schlaf, viele Tränchen verdrückt, als ich mich nach und nach von allen meinen neuen Freunden verabschieden musste, habe übermäßig viel gelacht und eine ungewöhnliche Freundschaft mit der Gruppe der Polen geschlossen, viel getanzt, unerwartet viel Deutsch sprechen können/müssen, habe wieder mal was über andere Kulturen und Mentalitäten gelernt, ein bisschen was mehr über die Organisation von Austauschen gelernt, meine Leitungsfähigkeiten ein wenig weiterentwickelt, das erste Mal 1000% aktiv mitgewirkt und gelernt, wie man einen Online-Check-In macht.

Ich habe gesehen die größenwahnsinnigen Gebäude Rumäniens und viel Schnee und mal wieder ein H&M gesehen, viele unglaublich viele Sexshops, aber auch das charmante Klein-Paris mit den schönen schwarz-goldenen Uhren, ich habe rumänischen Apfelkuchen probiert und meine letzten Lei für eine 2,5 Liter Bierflasche und eine Taxifahrt ausgegeben.


Klingt das nach mir?

Freitag, 2. März 2012

21. Februar 2012


21.02.2012 - Erster Tag in Rumänien

Obwohl wir heute früh den Zug nach Galati verpasst haben, sind wir 16 Uhr doch noch heil angekommen nach 4 ½ Stunden stickiger Busfahrt. Den Bus haben wir auch gerade so noch bekommen, weil die Taxis spät dran waren. Zum Glück konnten Andreas und Donna, die zuerst losgefahren waren, den Busfahrer überreden, auf das zweite Taxi zu warten. Bukarest ist übrigens eine interessante aussehende Stadt und wird nicht um sonst Klein-Paris genannt, viele Gebäude sehen genauso aus wie in Paris. Dazwischen stehen große Überbleibsel der schlechteren Zeiten rum, die natürlich wesentlich weniger charmant wirken. Aber dafür wirkt es auch eben interessanter und nicht ganz so glatt wie Paris. Die Landschaft, die wir durchquert haben, liegt ganz in Schnee, es sieht echt zauberhaft aus. In Galati angekommen, haben uns dann Bartek aus Polen und ein Rumäne, Trian abgeholt.

Auf der Fahrt zum Hotel haben wir die Donau gesehen, halb eingefroren und dahinter ein paar Berge mit Bäumchen, das sah aus wie eine Zauberlandschaft in Puderzucker.

Ein netter Zug von den Projektleitern war es, mit dem Beginn der Aktivitäten auf unsere Ankunft zu warten. Eigentlich sollten die nämlich schon heute früh um 9 Uhr starten, aber des Teambuildings halber, hat man das verschoben. So konnten wir dann nach dem Essen Namensspiele machen und den Ablauf des Programms und seine Ziele besprechen. Generell geht es darum, eine Werbung für ökologisches Bewusstsein in Form einer Straßenaktion zu machen und natürlich auch um unsere persönliche Entwicklung, die Sprachkenntnisse (Englisch, und was man sonst noch so lernt), Kreativität, interkulturelle Kompetenzen, Freundschaften, Initiative ergreifen und so weiter. Wir haben auch Hoffnungen und Befürchtungen. Die Befürchtungen sollten wir erst auf Papier zusammentragen und dann zu einem Song verarbeiten. Beim meiner Gruppe ist der Refrain von „Sex Bomb“ verfremdet worden: „ Too much, too cold/ getting too sick/being tired/eating too much/people not involved“ und dann das ganze nochmal! Mal sehen, vielleicht gibt es ja davon eine Aufnahme. Danach gab es auch schon wieder Abendessen und Umweltwerbeclips in Englisch, damit wir ein bisschen Inspiration bekommen.

Die Leute hier (35 junge Menschen zwischen 18 und irgendwas aus Bulgarien, Italien, Polen, Griechenland, Zypern, Rumänien, Türkei) sind alle unheimlich nett und wir haben eine überdurchschnittliche Beteiligung gut aussehender Menschen. Es gibt auch ein Grüppchen Jungs – junge Männer, was sagt man denn dazu? – aus Polen, Griechenland und Rumänien, die immer über ihre eigenen Witze lachen, als wären sie verliebte Grundschulmädchen, macht aber Spaß dabie zuzusehen. Die meisten hier sind ziemlich lustig oder zumindest auf irgendeine andere Weise interessant, zum Beispiel Asia aus Polen, die mit mir auf einem Zimmer ist und mit mir immer ein Mischung aus Deutsch, Polnisch und Englisch spricht, oder einer der Griechin, dessen Mutter Deutsche ist, sein Vater Grieche, aber er studiert in Rumänien, mit dem ist es zum Beispiel ganz schön mal Deutsch zu reden. Die Polen, vom Gesicht her irgendwie offenkundig, die abwechselnd immer was zum Besten geben, was dich garantiert zum Lachen bringt, sind mir sehr symphatisch.

Die Zimmer sind übrigens ziemlich klein und eng und im Schrank ist für uns vier Mädchen gerade mal für unsere Jacken Platz, es gibt auch noch ein paar andere kleine Unstimmigkeiten bezüglich des Toilettenpapiers oder Handtüchern oder der Heizmethode, aber das ist eh alles nebensächlich. Das Essen ist ganz ok, also ist ja alles gut.

Jetzt muss ich noch zur ersten der kommenden Parties gehen, ab geht die Post!

20. Februar 2012

20.02.2012 – Auf nach Rumänien

Heute bin ich mit Andreas, Donna, Elisabeta und Charalambia zum Youth Exchange nach Rumänien abgereist. Meine perfekt gepackte Tasche mit allen Medikameten, Anziehsachen, die für mindestens 7 Schichten auf dem Körper und den nächsten Wintereinbruch reichen, habe ich mich mittels Bus auf den Weg gemacht. Pünktlich am Flughafen angekommen, habe ich als gewandte, sparsame Weltenbummlerin, natürlich erst dort bemerkt, dass ich den Online-Check-In vergessen habe, das hätte mir 10 Euro gespart. So ist das eben. Genauso wie mit dem Schlüssel eines Hotelzimmer, den ich erst nach 30 km Autobahn in meiner Hosentasche bemerkt habe. Professionell wie immer eben. Der Flug verlief glatt, die Landung war superweich. Bei -1°C haben meine Mitstreiter und ich versucht einen Bus zu finden, der uns in Richtung Hotel bringt, und das 22.30 Uhr. Zunächst kamen allerdings erstmal gefühlte 50 Taxifahrer (oder waren es vielleicht wirklich 50?), die uns eine Fahrt aufdrängen wollten, Buse gäbe es um die Zeit nicht mehr, und die Richtung wär auch falsch. Zum Glück war Gruppenleiter Andreas sehr überzeugt von seiner Internetrecherche, sodass wir dann nach Befragung einiger Busfahrer richtigerweise die Straßenseite gewechselt und auch einen Bus bekommen haben. Einfach unglaublich. Haben auch erstmal 20 Fotos gemacht. Wir beim Warten, wir mit den Taxifahrern, wir unter der Straßenlaterne, wir endlich auf der richtigen Straßenseite, wir im Bus, wir neben zugeschneiten Autos. Dabei dachte ich immer, die Japaner seien schlimm.
Nach einigen Verirrungen im abendlichen Bukarest und unbeabsichtigten Tapsern in tiefe Eiswasserpfützen haben wir auch unser Hostel für die erste Nacht gefunden. Das echt klasse ist. WG-Charakter, gemütlich, warm, Mehrbettzimmer, WLAN, Gemeinschaftskühlschrank, Frühstück, Waschmaschine, Bettzeug, ordentliches Bad und großer Gemeinschaftsraum in zentraler Lage mit guter Busanbindung. Für 9 Euro die Nacht. Ich mag die Stadt ja schon jetzt. Für alle, die mal nach Bukarest wollen, kann ich das nur empfehlen. Fehlt nur noch der Fön (kleiner Scherz am Rande). Die anderen haben sich noch mal auf den Weg gemacht, um in irgendeine Bar zu gehen, aber ich bin nach der Taschenrumschlepperei zu fertig, um da mitzumachen. Morgen müssen wir 9 Uhr mit dem Zug nach Galati fahren. Wie sie hier nicht alle in ihren Flip-Flops rumlaufen, unsere spanischen Mitbewohner. Das scheint wirklich was spanisches zu sein, Elena, die mal mit mir in Agros war hat das auch gemacht. Und Laura aus Spanien, die in Limassol EVS macht, hält’s genauso. Wer’s mag. Ich persönlich habe ja meine Biolatschen mitgebracht.^^


Soweit alles klar,

Eure Elisa

Dienstag, 21. Februar 2012

07.-12.02.2012

07.-12.02.2012 Midterm - Evaluation



Die Midterm - Evaluation. Ein wichtiges Ding im Leben eines EVS-lers. Da wird einem erstmal richtig klar, was man gelernt hat, was man noch schaffen will, wie man seine Situation einschätzt. Das war schon spannend, vor allem, das mit mit noch neun anderen gemeinsam zu machen. Außerdem ist das sehr hilfreich. Wir waren 5 Tage in Larnaca, jeder hatte ein eigenes großes Appartement mit Zweibettzimmer und Badwanne und Fernsehen, Kühlschrank und so weiter. Das Hotel war nicht so schön wie das Sterne-Hotel in Nikosia zum Anfangstreffen, das Wetter war weniger schön, ich war schon wieder krank, und die Volontäre in die Einzelkerker verbannt. Und ich persönlich fand das Essen nicht ganz soooo Bombe wie beim ersten Mal (außer den Nachtisch). Aber trotzdem war es dieses Mal viel schöner. Wir hatten untereinander ein viel bessere Verbindung, haben mehr zusammen gemacht und waren offener, das war richtig schön. Und ich hatte auch das Gefühl, dass das Training intensiver und effektiver war. Ich habe zwei neue Kartenspiele von Natacha, meiner Geheim-Freundin (ein Spiel) gelernt und wir haben Rumble-Fish geschaut und ich konnte meine in Agros erlernten Kartenspiele weitergeben. Wir haben von Anca aus Rumänien, die in Nikosia so wie Natacha ihr EVS macht eine Stunde Capoeira-Unterricht bekommen. Danach taten uns Untrainierten Faulsocken so dermaßen die Beine weh, und das 3 Tage lang, das war echt abartig, jedes Hinsetzen war eine Qual sondergleichen. Desweiteren konnte ich meine Origami-Lilien-Künste weiterreichen. Wir haben auch ein bisschen die Stadt erkundet.


St. Lazaruskirche in Larnaca

Das nennt man Humor.

Es war alles in allem sehr schön. Am letzten Abend haben waren wir noch in einer Karaokebar und haben uns die Stimme auus der Brust gegröhlt, oder aus dem Hals oder sonstwoher. Die anderen Leute im CLub haben sich schon fremdgeschämt. das war ja auch das schöne dran. Und dass es Spaß gemacht hat, wir haben "summer lovin" aus Grease und Pretty Woman zum Besten gegeben. Es gab auch einen Workshop für unsere Aufnahmeorganisationen und Neulings-Aufnahmeorganisationen, der wohl ganz gut gelaufen ist, dafür dass es der erste seiner Art auf Zypern war.


Da waren auch Eva und Loukas da, die dann mit mir auch am Sonntag nachhause gefahren sind. Nach 30 Kilometern auf der Autobahn habe ich dann gemerkt, dass ich meine Zimmerschlüssel noch hatte, ich bin ja so aufregend glorreich dumm. Naja, noch ein paar Hotelbesuche und ich habe das auch drauf.

Am Nachmittag sind wir dann mit ein paar Jugendlichen aus Agros zum Bowlen nac Limassol gefahren. Das an sich war ja relativ ereignislos, das Kuhle daran war, dass ich bei Giorgos im schwarzen Cabriolet mitfahren durfte, ein Erlebnis der besonderen Art. Beim nächsten Mal mache ich auch ein Foto davon. =)


Das war's für die Woche.

Neulich hat es auch mal abends geschneit und es ist bis zum nächsten Morgen lieben geblieben!



Elisaaar

20.02.2012

20. Februar 2012 - Bucuresti

Heute bin ich mit Anreas, Donna, Elisabeta und Charalambia zum Youth Exchange nach Rumänien abgereist. Meine perfekt gepackte Tasche mit allen Medikamten, Anziehsachen, die für mindestens 7 Schichten auf dem Körper und den nächsten Wintereinbruchn reichen, habe ich mich mittels Bus auf den Weg gemacht. Pünktlich am Flughafen angekommen, habe ich als gewandte, sparsame Weltenbummlerin, natürlich erst dort bemerkt, dass ich den Online-Check-In vergessen habe, das hätte mir 10 Euro gespart. So ist das eben. Genauso wie mit dem Schlüssel eines Hotelzimmer, den ich erst nach 30 km Autobahn in meiner Hosentasche bemerkt habe. Professionell wie immer eben. Der Flug verlief glatt, die Landung war superweich. Bei -1°C haben meine Mitstreiter und ich versucht einen Bus zu finden, der uns in Richtung Hotel bringt, und das 22.30 Uhr. Zunächst kamen allerdings erstmal gefühlte 50 Taxifahrer (oder waren es vielleicht wirklich 50?), die uns eine Fahrt aufdrängen wollten, Buse gäbe es um die Zeit nicht mehr, und die Richtung wär auch falsch. Zum Glück war Gruppenleiter Andreas sehr überzeugt von seiner Internetrecherche, sodass wir dann nach Befragung einiger Busfahrer richtigerweise die Straßenseite gewechselt und auch einen Bus bekommen haben. Einfach unglaublich. Haben auch erstmal 20 Fotos gemacht. Wir beim Warten, wir mit den Taxifahrern, wir unter der Straßenlaterne, wir endlich auf der richtigen Straßenseite, wir im Bus, wir neben zugeschneiten Autos. Dabei dachte ich immer, die Japaner seien schlimm. Nach einigen Verirrungen im abendlichen Bukarest und unbeabsichtigten Tapsern in tiefe Eiswasserpfützen haben wir auch unser HOstel für die erste Nacht gefunden. Das echt klasse ist. WG-Charakter, gemütlich, warm, Mehrbettzimmer, WLAN, Gemeinschaftskühlschrank, Frühstück, Waschmaschine, Bettzeug, ordentliches Bad und großer Gemeinschaftsraum in zentraler Lage mit guter Busanbindung. Für 9 Euro die Nacht. Ich mag die Stadt ja schon jetzt. Für alle, die mal nach Bukarest wollen, kann ich das nur empfehlen. Fehlt nur noch der Fön (kleiner Scherz am Rande). Die anderen haben sich noch mal auf den Weg gemacht, um in irgendeine Bar zu gehen, aber ich bin nach der Taschenrumschlepperei zu fertig, um da mitzumachen. Morgen müssen wir 9 Uhr mit dem Zug nach Galati fahren. Wie sie hier nicht alle in ihren Flip-Flops rumlaufen, unsere spanischen Mitbewohner. Das scheint wirklich was spanisches zu sein, Elena, die mal mit mir in Agros war hat das auch gemacht. Und Laura aus Spanien, die in Limassol EVS macht, hält’s genauso. Wer’s mag. Ich persönlich habe ja meine Biolatschen mitgebracht.^^

Übrigens gefällt mir Rumänisch sehr gut, mit diesem italienischen. Touch, aber doch östlichem Durchklang. Ja, das war jetzt übertrieben. Ist mir auch aufgefallen: Rumänisch klingt gut.

Was gibt es sonst noch neues? Meine brutale Lieblingsmaria im Kindergarten hat angefangen zu beißen und ihre Läuse leben immer noch. Weiß nicht, ob ich es shcon erzählt habe, aber vielleicht werde ich eine Jugendaustausch zwischen Zypern und Deutschland in Agros im Juli organisieren können zum Thema "Geteilte Länder teilen". Die Bewerbung für die Finanzierung (selbe Stelle, die auch mein EVS finanziert, um es grob zu erklären) ist schon abgeschickt.


Liebe Grüßels von Elisa